Das gesunde Passivhaus.

Das gesunde Passivhaus.

Passivhaus Geltendorf
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Holzhaus in Geltendorf

Passivhaus

Hier haben wir ein Passivhaus nach einem Entwurf von Michael Eckert.

Die Erschließung des Hauses erfolgt vom Süden her. Der Eingang wird durch den Südbalkon geschützt. Über einen Eingangsbereich gelangt man in die zentrale Diele, von der aus alle Räume erschlossen werden. Ein großzügiger offener Koch- und Essbereich nimmt den ganzen Westteil des Hauses ein. Der Ostteil wird durch die mittige Podesttreppe geteilt.

Im Süden davon gibt es ein Arbeitszimmer, nördlich sind Gästezimmer, WC und Speis angeordnet.

Über die Treppe erreicht man die Rückzugsbereiche im Obergeschoss. Außerdem findet im Nordosten ein Technik- und Hauswirtschaftsraum Platz, da das Gebäude keinen Keller hat.

Geheizt wird über die Zuluft und ergänzend mit Bioalkoholöfen, die aber nur selten gebraucht werden.

Das komplette Süddach wurde mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Sie produziert mehr Strom, als im Haus benötigt wird – so haben wir hier ein Nullenergiehaus!

Baujahr
2009

Wohnfläche
165 qm

Leistungen
Fachplanung, GU-Ausführung

Entwurf
Architekt Michael Eckert

Heizsystem
Wärmepumpem-Kompaktgerät, Heizung über Lüftung, Katalytofen

Technische Daten
Datenblatt

Passivhaus Geltendorf
Eingang Passivhaus Geltendorf

Das sagen die Bauherren

... bei etwa 162 qm Wohnfläche ca. 300 kWh Strom gebraucht.

»Wir wohnen nun seit einem Jahr in unserem Traumhaus. Wir haben in diesem Jahr (Oktober 2009 bis September 2010) für die Heizung, die Lüftungsanlage und die Produktion des Warmwassers (wie das alles zusammenhängt, wissen die von Lebensraum Holz) insgesamt bei etwa 162 qm Wohnfläche ca. 300 kWh Strom gebraucht. Das ist unglaublich. Wir bezahlen alle zwei Monate 8,00 € Abschlag für die Kompaktanlage und gehen davon aus, dass wir am Ende des Jahres wieder was zurückbekommen. Letztes Jahr mussten wir den Stadtwerken ein Foto unseres Stromzählers schicken, weil die es nicht glauben wollten und meinten wir hätten den Stromzähler falsch abgelesen...
Was sollen wir zu »Lebensraum Holz« sagen? Es hat einfach geklappt. Die Handwerker waren alle sehr kompetent, freundlich und nie genervt von unseren (gefühlten 1000) Fragen. Aber, um wirklich ehrlich zu sein, ein Problem haben wir doch: Wenn wir irgendwo anders sind, frieren wir leichter und nachts schlafen wir nicht so gut, weil uns keine Lüftungsanlage ständig frische Luft zuführt. Wir vermissen dann unser Haus sehr.«

Innenraum Passivhaus Geltendorf
Treppe EFH Geltendorf
Innenraum EFH Geltendorf

Im Gespräch mit den Bauherren

Interview des Passivhauskreis Rosenheim Traunstein e.V.

 

Wie sind wir zum Passivhaus gekommen?
Unser Wunsch war, ein Haus zu bauen (bzw. bauen zu lassen), dass im Alter wenig kostet und unkompliziert ist. Und es sollte ein Holzhaus werden. Dann hörten wir vor ein paar Jahren auf einer Baumesse einen Vortrag über Passivhäuser. Wir gingen aus diesem Vortrag und waren einerseits verwirrt, andererseits begeistert und hielten es dennoch nicht für möglich.
Wir begannen einen Bauingenieur zu suchen, der uns die Pläne zeichnet und uns bei unserem Projekt begleitet. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns noch nicht entschieden, welche "Art" Haus es werden soll und welches Haus unseren Ersparnissen entspricht.
Herr Eckert - unser Bauingenieur, für den wir uns entschieden hatten - erzählte uns dann von "Lebensraum Holz". Er meinte: "Die kann ich empfehlen. Da weiß ich, dass die Arbeit gut wird. Die bauen auch Passivhäuser."
Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch mit Herrn Zimmermann. Der lud uns dann zu den Passivhaustagen ein.
Vorab noch: Zu diesem Zeitpunkt wohnten wir in einem alten Steinhaus mit Holz- und Ölheizung.
Anfang November 2008 waren dann diese Passivhaustage. Draußen war es kalt, aber die Sonne schien.
Zuhause hatten wir bereits den Ölofen an und mussten am Morgen den Holzofen einheizen.
Wir fuhren dann nach "irgendwo-hinter-Bad-Aibiling". Das erste, das uns auffiel war, dass es in allen Häusern schön warm war. Kein Zug, keine kalten Füße. Die Heizungen waren aber in allen Häusern aus. Und all das, weil die Sonne die Häuser heizte (und natürlich die Menschen, die alle die Häuser anschauen wollten). Das begeisterte uns. Die Heizung schien unkompliziert und brauchte nicht viel Platz. Es funktionierte also!!! Damals hatten wir uns dann für den Bau eines Passivhauses entschieden.

Warum haben wir uns für "Lebensraum Holz" entschieden?
Wir hatten noch ein Angebot eines anderen Bauunternehmers. Dieser machte uns allerdings zu viele Kompromisse um des Preises willen. Herr Zimmermann jedoch meinte einmal am Telefon zu uns: "Wir bauen nur Passivhäuser. Wenn Sie Kompromisse machen wollen, müssen Sie sich jemanden anderen suchen. Wir bauen so, wie wir wissen, dass es funktioniert." Das gefiel uns.

Haben wir eine der beiden Entscheidungen bereut?
Nein. Weder den Bau eines Passivhauses noch die Entscheidung für "Lebensraum Holz".
Wir genießen das tolle Klima (frische Luft, Wärme,...). Das Kompaktgerät ist unglaublich unkompliziert und die Unterhaltskosten sind besser, als wir es gehofft hatten.
Beispiel: Wir wohnen nun seit einem Jahr in unserem Traumhaus. Wir haben in diesem Jahr (Oktober 2009 bis September 2010) für die Heizung, die Lüftungsanlage und die Produktion des Warmwassers (wie das alles zusammenhängt, wissen die von Lebensraum Holz) insgesamt bei etwa 162 qm Wohnfläche ca. 300 kWh Strom gebraucht. Das ist unglaublich. Wir bezahlen alle zwei Monate 8,00 € Abschlag für die Kompaktanlage und gehen davon aus, dass wir am Ende des Jahres wieder was zurückbekommen. Letztes Jahr mussten wir den Stadtwerken ein Foto unseres Stromzählers schicken, weil die es nicht glauben wollten und meinten wir hätten den Stromzähler falsch abgelesen.
Vielleicht mögen uns die Stadtwerke aber auch nun nicht mehr, weil wir mit der auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage in einem Jahr (September 2009 bis August 2010) 9.293 kWh Strom erzeugt haben. Die verdienen also nicht wirklich an uns.
Wenn man das aber dann im Ganzen so betrachtet, dann ist unserer Meinung nach, das Preis-Leistungs-Verhältnis bei einem Passivhaus sehr fast unschlagbar gut.
Ach ja, unsere Zusatzheizung sind drei Katalytöfen, sogenannte Werkstattöfen (einmal in der Küche, einmal im Wohnzimmer und einmal im Bad). Wir brauchen sie selten, aber manchmal möchte man es einfach wärmer haben. Den Verbrauch können wir noch nicht so genau sagen, da wir letztes Jahr die Flaschen neu gekauft hatten und nur eine Flasche leer wurde.
Auch unsere Pflanzen genießen das Klima. Sie wachsen und gedeihen. Wir haben Pflanzen, die auf einmal zu Blühen anfangen. Das hatten die bisher noch nie gemacht.
Was sollen wir zu "Lebensraum Holz" sagen? Es hat einfach geklappt. Die Handwerker waren alle sehr kompetent, freundlich und nie genervt von unseren (gefühlten 1000) Fragen.
Aber, um wirklich ehrlich zu sein, ein Problem haben nun doch: Wenn wir irgendwo anders sind, frieren wir leichter und nachts schlafen wir nicht so gut, weil uns keine Lüftungsanlage ständig frische Luft zuführt. Wir vermissen dann unser Haus sehr.
Noch was: Wir werden manchmal gefragt, ob es stimmt, dass man, wenn man eine Lüftungsanlage hat, die Fenster nicht mehr öffnen darf. Darauf sagen wir meistens: Wir dürfen die Fenster öffnen, wir müssen aber nicht mehr. Das ist besonders im Winter sehr angenehm. Wenn wir die Fenster nicht mehr öffnen dürften, dürften wir doch die Tür auch nicht mehr öffnen, oder? Dann hätten wir eine Schleuse einbauen lassen müssen.

Petra und Martin Trieb, im Oktober 2010

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